2011

Jugendseminar
10. - 11. September 2011
im Rehazentrum Bad Eilsen

Am Samstagmorgen ging es von Goslar aus ins 160 km entfernte Bad Eilsen. Für meine Frau war es das 4. Mal und für mich das 5. Mal, dass wir am Jugendseminar teilnahmen.
Gegen 9.00 Uhr kamen wir in dem kleinen gemütlichen Hotel in Luhden an. Dort haben wir dann unser Zimmer bezogen und ein paar altbekannte Gesichter begrüßt. Selbstverständlich auch die neuen.
Danach sind wir dann zur Reha-Klinik gefahren, wo das eigentliche Seminar stattfand.

Als erstes standen die Begrüßung und ein Vortrag auf dem Programm. Hier wurde uns von Frau Schwerdt die KAKo-Studie (KAKo steh für Kraft, Ausdauer und Koordination) und die Ergebnisse hieraus vorgestellt.  Das war besonders für mich ganz interessant, weil ich vor 2 Jahren während meiner Rehabilitation Teilnehmer dieser Studie war.
Da Theorie ja nicht alles ist, ging es nach einer kurzen Pause zum praktischen Teil von KAKo. Hierzu begaben wir uns zu den Sporträumen der Klinik. Zuerst ging es für knapp 20 Minuten auf den Ergometer. Hier wurde uns von Frau Schwerdt etwas zum Ruhe- und Belastungspuls erklärt. Nach dem Ergometer ging es in die Sporthalle, wo dann ein Zirkeltraining auf dem Programm stand. Hier wurden verschiedene Stationen aufgebaut, die jeweils paarweise zweimal durchlaufen wurden. Danach machten wir noch ein paar Bewegungsspiele und zum Schluss noch Dehnungsübungen.
Dann stand das Mittagessen auf dem Plan, wo wir unsere eben gerade erst verlorenen Pfunde wieder drauf essen konnten.
Nach der Mittagspause ging es mit einem Vortag von Frau Buttke vom Sozialdienst der Klinik weiter. Hier erfuhren wir etwas zu den Themen: Grad der Behinderung, Antragstellung, Erwerbsunfähigkeitsrente.
Im Anschluss daran wurde uns von Frau Ostermeier die progressive Muskelentspannung in Theorie und Praxis nähergebracht. Für einige (mich eingeschlossen) war das so entspannend, dass sogar ein kurzes Nickerchen dabei heraus kam.
Für die Kälteresistenten unter uns ging es danach in die Kältekammer. Hier begibt man sich nur mit Badebekleidung, Schuhen, Mund-, Hand- und Kopfschutz in 2 Kammern die ca. -70° und -110° Celsius kalt sind (für max. 2-3 Minuten).


Damit war der offizielle erste Teil des Tages vorbei, aber nicht zu Ende. Gegen 19.00 Uhr trafen wir uns Alle in einem gemütlichen Restaurant zum Abendessen. Nach dem Essen saßen wir noch in gemütlicher Runde zusammen, um über Gott und die Welt zu quatschen.
Am Sonntag um 07.30 Uhr trafen wir uns dann zum gemeinsamen ausgiebigen Frühstück. Gegen 09.00 Uhr ging es wieder Richtung Reha-Klinik. Als erstes stand ein Vortrag zum Thema Bechterew auf dem Programm. Es wurde allgemein auf die Erkrankung,  das Entstehen und die Behandlung eingegangen. Das war besonders für die „frisch“ Erkrankten unter uns sehr aufschlussreich.
Nach diesem Vortrag  und einer kleinen Pause ging es munter weiter. Als nächstes stand Walking mit der Physiotherapeutin, Frau Wille, auf dem Programm. Bei beinahe idealem Wetter machten wir uns auf den Weg in ein kleines Wäldchen in unmittelbarer Nähe der Klinik. Hier konnte jeder nach seiner Verfassung ein bisschen walken. Zwischendurch war immer mal wieder Pulsmessen angesagt.  Obwohl walken sonst nicht zu meinen Favoriten gehört, hat es mir doch sehr viel Spaß gemacht.
Nach dem Walken ging es für die „Eisheiligen“ unter uns nochmals in die Kältekammer.
Im Anschluss daran nahmen wir unser Mittagessen in der Klinik ein.
Das war dann das offizielle Ende der Veranstaltung.
Mein Fazit: Es hat wieder einmal großen Spaß gemacht. Auch wenn es wohl leider die letzte Veranstaltung dieser Art war.


Ich möchte auf diesem Wege noch einmal ein ganz großes und ganz herzliches Dankeschön an Gerriet Steylaers für 5 Jahre bzw. 5 absolut spitzenmäßige Seminare danken.
Mein Wunsch bzw. Hoffnung wäre, dass sich evtl.  jemand aus der Teilnehmerrunde berufen fühlt, Gerrits hervorragende Arbeit weiterzuführen und dass nächstes Jahr wieder ein Seminar stattfindet.


Oliver Kemper, Goslar den 14.09.11