2010 netzwerk junge bechterewler

Jugendseminar 2010

Jugendseminar der DVMB in Bad Eilsen 2010

Das gut organisierte Seminar, durch Gerriet Steylaers „netzwerk junge bechterewler“, ermöglichte uns eine unkomplizierte Anreise nach Bad Eilsen. Am Samstagmorgen trafen wir uns in unserer urig, romantischen Unterkunft „Hotel Alte Schule“. Die Gruppe bestand aus 24 Teilnehmern teils mit Partner teils ohne, von erfahrenen bis frisch diagnostizierten Bechtis. Nach einem netten Empfang und Begrüßung fuhren wir in das nahegelegene Rehazentrum Bad Eilsen.

Dort ging es mit einem Vortrag von Dr. Polnau los: „Sport bei rheumatischen Erkrankungen, Ergebnisse einer Untersuchung".   Dort wurde mir bereits klar, wie wichtig es ist, mich sportlich zu betätigen, um möglichst lange mobil und aktiv zu bleiben. Erklärt wurde auch das richtige trainieren von Kraft, Ausdauer und Koordination=KAko-Training.

Danach konnten wir Frau Dießelhorst vom Sozialdienst Fragen stellen rund um Beruf und Krankheit.

Zum besseren Umsetzen der Theorie hatten wir nach dem Mittagessen die Gelegenheit das KAKo- Training aktiv kennenzulernen. Dabei ist mir aufgefallen wie einfach und doch effektiv diese Übungen (auch für zu Hause) sind. Das richtige Verhalten im Alltag demonstrierte uns der Ergotherapeut z.B. im richtigen Tragen von Einkäufen, Sitzeinstellungen im Auto, Arbeitserleichterung im Haushalt und das richtige betten in der Nacht.

Nach dem leckeren Abendessen gingen wir zum bowlen oder Billard spielen ins Bowling- Center und ließen den Abend lustig ausklingen.

Kältekammer

Am Sonntagmorgen wurden wir in Bechtis und Angehörige aufgeteilt. Wir Bechtis konnten uns in einer Gesprächsrunde austauschen was mir, als neues Mitglied, sehr viel weiter half. Gerade die Infos der „alten Hasen“ sind wichtig und aufschlussreich. Ich bekam ein besseres Verständnis für mich im Umgang mit der Erkrankung.

Die Angehörigen gingen nach draußen in den weitläufigen Park zum Nordic Walking. Danach wurde getauscht. Die Angehörigen hatten eine Gesprächsgruppe unter Anleitung eines Psychologen und wir Bechtis gingen zum walken. Nachdem die richtige Länge der Walkingstöcke gefunden war, bekamen wir eine kompetente Erklärung der richtigen Bewegungstechnik, so dass auch Anfänger diesen Parcours mitmachen konnten.

 

 

Zum Abschluss besuchten wir noch die Kältekammer und wer wollte konnte diese auch ausprobieren. Im Rahmen einer Ganzkörper- Kältetherapie bietet die Rehaklinik Anwendungen bei - 110° für wenige Minuten.

Es war ein wirklich interessantes und aufschlussreiches Wochenende und obwohl der Morbus Bechterew für mich kein Neuland ist, da ich in einem medizinischen Beruf tätig bin, habe ich mich und die Erkrankung aus einer neuen Perspektive betrachten können. Sehr empfehlenswert für alle, die die Erkrankung als einen Teil von sich erkennen möchten. Vielen Dank an alle die uns dieses Wochenende ermöglicht haben.

Claudia Bickel, Osterode am Harz

Daniel Wilts und Gerriet