Frauenseminar 10.-11.08.2013 im Tagungszentrum Haus Hessenkopf in Goslar

Hessenkopf in Goslar

Schmerzbewältigung und alternative Medizin

 

Leitthema des diesjährigen Frauenseminars war „Schmerzbewältigung und alternative Medizin“. In gewohnter Weise hatte Petra Zipp mit Unterstützung von Margret das Seminar hervorragend vorbereitet, so sich beim Eintreffen am Samstagmorgen bei sommerlichen Temperaturen 25 gut gelaunte Frauen zum Seminar zusammenfanden. An der Rezeption trafen alle das erste Mal aufeinander, die „alten Hasen“, sprich diejenigen, die schon mehrfach dabei waren, begrüßten sich mit einem freudigen Hallo und die neu hinzugekommenen wurden schnell in die Runde integriert. Zügig wurden die Zimmer bezogen, ein Blick auf die wunderschöne Gegend geworfen und dann starteten wir auch schon durch. Nach einem sehr informativen Vortrag der Heilpraktikerin Frau Struhler über die verschiedensten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten eines Heilpraktikers konnten wir uns in den kulinarischen Köstlichkeiten widmen, welche die Küche für uns gezaubert hatte.

Frisch gestärkt ging es dann weiter mit Frau Dr. Jasper, Diplom-Psychologin der MHH. Diese verstand es sehr gut die ganze Gruppe in ihren Bann zu ziehen. Nach einer kurzen Einführung über Krankheit und krankmachende Faktoren sowie Ressourcen und Stärkung der Gesundheit und des Wohlbefindens ging es dann ans Genießen. Durch bewusstes Tasten bzw. Fühlen, Sehen, Riechen und Schmecken wurden zunächst unsere Sinne geweckt. Durch praktische Übungen mit Rosinen und ganz vielen unterschiedlichen duftenden Dingen von Orangen, Limetten über Basilikum, Kerzen und Duftölen bekamen wir einen Einblick in ein Genusstraining und jede konnte ein wenig für sich herausfinden welcher Duft sie am meisten ansprach. Die Zeit verging wie im Flug und viel zu schnell war dieser Punkt unseres Seminars leider schon beendet. Wir bekamen alle noch die sieben goldenen Genussregeln mit auf den Weg und die Anregung wie man sich Genussmomente schaffen kann.

 

1. Genuss braucht Zeit

Nehmen Sie sich Zeit zum Genießen; Eile ist der Feind des Genießens

 2. Genuss und Genießen muss erlaubt sein

Verstehen Sie angenehme Erfahrungen nicht als Luxus – verbieten Sie sich nichts

 3. Genuss geht nicht nebenbei

Genuss kann nicht neben anderen Aktivitäten erlebt werden – ein Genusserleben braucht die ungeteilte Aufmerksamkeit

 4. Weniger ist mehr

Überangebot und Genuss sind nicht miteinander vereinbar – jede Lieblingsspeise verliert ihren Reiz, wenn man sie täglich und reichlich isst.

 5. Aussuchen, was einem gut tut

Bestimmen Sie selbst, was Sie genießen: Ob essen und trinken, Radtouren, Hobbys, Reisen – finden Sie heraus, was Ihnen Genussmomente verschafft.

 6. Ohne Erfahrung kein Genuss

Sammeln Sie Erfahrungen – so lernen Sie sich selbst kennen und erschließen sich neue „Genussbereiche“.

 7. Genuss ist alltäglich

Genuss ist nicht nur in besonderen Situationen erlaubt – Genuss sollte ein Bestandteil Ihres Alltags sein.

 Mit diesem Rüstzeug konnten wir uns dann am Abend ganz dem Genuss widmen. Nach einem guten Abendessen machten wir uns alle auf den Weg zur nahegelegenen Steinbergalm. Bei zünftiger Musik und Hüttengaudi hatten wir noch recht viel Spaß bevor wir mit Taschenlampen ausgerüstet den Heimweg antraten.

Am Sonntag starteten wir zunächst mit einer Einführung zur Atemtherapie und deren Anwendung. Die Atemtherapie soll das Wohlbefinden, das Selbstbewusstsein und die Entfaltung kreativer sowie neuordnender Kräfte fördern. Unsere Referentin Frau Pudelek konnte uns mit praktischen Übungen einen Einblick hierzu vermitteln.

Als letzten Programmpunkt kam noch eine Feldenkrais-Therapeutin. Frau Bagus führte uns mit leiser ruhiger Stimme zur Lenkung unserer Aufmerksamkeit auf bestimmte Körperregionen und zur Durchführung von einfachen kleinen Bewegungen, bis hin fast zum Lagewechsel vom Rücken- auf die Seitenlage, was zum Ende der Lektion von jedem deutlich weniger anstrengend wahrgenommen wurde. Aus Zeitmangel konnten wir unsere Aufmerksamkeit nur auf eine Körperhälfte richten; so dass wir in der Zusammenschau doch das Gefühl hatten, einen Unterschied zu spüren - so richtig „schief“ ging jedoch niemand nach Hause.

Mit einem großen Lob und Dank verabschiedeten wir uns dann von Petra und Margret, die uns dieses erlebnisreiche Wochenende organisiert hatten – und so manch eine hat sich in Gedanken auch schon zum nächsten Frauenseminar angemeldet.

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