Frauennetzwerk 2009

"Frauenherzen schlagen anders“

Es ging um Anzeichen von Herzinfarkt bei Frauen und die sind in der Tat von denen bei Männern oftmals sehr verschieden. Diese Andersartigkeit ist den wenigsten Frauen, und selbst einigen Notdiensten und Ärzten nicht bekannt, was für die betroffenen Frauen verhängnisvoll sein kann. Die Anzeichen bei Frauen sind: ungewöhnliche Müdigkeit, Schlafstörungen, Kurzatmigkeit, Übelkeit/Erbrechen,Oberbauchschmerzen, Nacken- und Halsschmerzen. Als Fazit kann festgehalten werden: bei Schmerzen zwischen Nase und Nabel (NaNa-Regel), die innerhalb von 30 Minuten nicht verschwinden und deren Ursache unerklärbar ist, sollte frau sich nicht scheuen, sofort zum Telefonhörer zu greifen und 112 zu wählen! Falscher Alarm ist nicht schlimm, nicht zu handeln kann tödlich sein!

Diese aufrüttelnden Kenntnisse vermittelte uns Frau Dr. Ritter vom Klinikum Braunschweig in ihrem engagierten Vortrag.

Nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause, erwartete uns Frau Bachmann, um uns einige Grundfiguren in Qi Gong beizubringen. Die dafür vorgesehene Zeit war für einige Seminarteilnehmerinnen viel zu kurz. Frau Bachmann hat bestimmt ein paar neue Anhängerinnen für diese Art der Gymnastik und Bewegung gewonnen.

Am Nachmittag stand uns die Sozialarbeiterin des Rehazentrums, Frau Buschmann, für alle Fragen rund um Grad der Behinderung , Schwerbeschädigtenstatus, Erwerbsminderungs- und Altersrente und andere Fragen das Sozialgesetzbuch IX betreffend, zur Verfügung. Es war ganz erstaunlich, was da an Informationsbedarf zutage trat.

Untergebracht waren die Frauen im Hotel „Alte Schule“ in Luhden, wo man sich abends im dazugehörenden Restaurant zum Essen traf. Das waren einige gesellige,entspannte und fröhliche Stunden. Die Frauenrunde löste sich erst nach und nach zu später Stunde auf.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns mit unseren gepackten Taschen wieder auf den Weg zum Rehazentrum. Auf dem Progamm stand ein Vortrag von Dr. Polnau über die Nichtmedikamentöse Schmerzbehandlung. Krönender Abschluss war die Möglichkeit, die am Ort vorhandene Kältekammer zu besuchen. Sechs Frauen nutzten dies, einige von ihnen mit entsprechender Erfahrung, andere stürzten sich mutig in dieses Abenteuer. Es war ein lustiger Anblick, die Damen in Badebekleidung, dicken Mützen, Handschuhen, Socken und Schuhen, sowie Mund- und Nasenschutz zu sehen. Alle kamen sehr zufrieden und fröhlich wieder aus der Kältekammer heraus und manch eine hat die Kältekammer als für sich in Betracht kommende Therapie entdeckt.

Nach einer kurzen Pause ging es dann unter der Leitung von Frau Schwerdt mit Sportspielen weiter, die neben allen anderen Muskeln auch die Lachmuskeln ordentlich trainierten.

Nach dem Mittagessen löste sich die Schar der Seminarteilnehmerinnen allmählich auf. Die eine oder andere hat schon jetzt entschieden, im nächsten Jahr wieder dabeizusein, wenn das Frauennetzwerk zum Seminar einlädt.

Das Seminar wurde hervorragend von Petra Zipp, die für die Frauenarbeit im Landesverband zuständig ist, organisiert. Die teilnehmenden Frauen bedankten sich herzlich bei ihr mit einem kleinen Präsent.

Frauenseminar 2009