Gruppensprecherseminar 2022

Gruppensprecherseminar vom 02. bis 04. September 2022 in Walsrode

Zum diesjährigen Gruppensprecherseminar konnte der Landesvorsitzenden Rüdiger Schmidt 40 Teilnehmer begrüßen. Zum Auftakt des Seminars stellte die Autorin Muna Strobl ihr neu erschienenes Buch „Aufrecht mit Bechterew“- Morbus Bechterew verstehen und bewältigen - Das bewährte Selbsthilfeprogramm aus Ernährung, Bewegung und positivem Denken, vor. Anschließend diskutierten die Teilnehmer in einer gemütlichen Runde über das heute gehörte.

Am nächsten Morgen etwas Neuartiges. Erstmalig führte der DVMB Landesverband Niedersachsen e.V. zusammen mit dem DRK und dem ASB einen Ersten Hilfe Kurs durch. Erste Hilfe bezeichnet lebenserhaltende Maßnahmen, die man an einem Unfallort oder überall dort durchführt, wo Menschen zu Schaden kommen oder verletzt werden. Anders als Tätigkeiten von ausgebildeten Rettungskräften können Erste-Hilfe-Maßnahmen von jedem Menschen durchgeführt werden, der sich zum Zeitpunkt eines Ereignisses mit Verletzten am Ort des Geschehens befindet. Die rasche Alarmierung des Rettungsdienstes und der Feuerwehr ist immer ein wichtiger Bestandteil der Ersten Hilfe. Die europaweite und kostenlose, einheitliche Notrufnummer über Festnetz und Handy ist die 112.

Nach kurzer Vorstellung der Referenten wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt. Der Vormittag war überwiegend der Theorie vorbehalten. Themen waren u.a. die richtige Absicherung einer Unfallstelle, das Absetzten eines Notrufes usw. Im Anschluss ging es mit den ersten praktischen Übungen los.

Der Schwerpunkt lag hierbei beim Anbringen von Verbänden. Die Teilnehmer versuchten sich an verschiedensten Verletzungen. So wurden Verbände von der kleinen Schnittwunde über einer Platzwunde am Kopf bis zum ausgekugelten und gebrochenen Arm simuliert.

Nach verdienter Mittagspause ging es mit dem vorwiegend praktischen Teil am Nachmittag weiter. Die stabile Seitenlage war ein weiterer Übungsinhalt dieses Trainings. Richtiges Wiederbeleben einer Person nach Herz-Kreislaufstillstandes bildete den dritten Teil dieses Trainings. Worauf kommt es bei der Herzdruckmassage an? Wer Menschen reanimieren muss, weil das Herz nicht mehr schlägt, sollte zwei Musiktitel im Kopf abspielen: „Highway to Hell“ von AC/DC und/oder „Stayin’ Alive“ von den BeeGees. Beide Lieder haben zwischen 100 und 120 Schläge pro Minute – und damit den perfekten Rhythmus für eine Herzdruckmassage. Und dann? Und dann heißt es im wahrsten Sinne des Wortes „Hand aufs Herz“: Den Patienten auf den Rücken drehen. Eine unsichtbare Linie zwischen den Brustwarzen ziehen und beide Hände übereinander auf den Punkt in der Mitte legen. Dort im genannten Takt fest drücken, etwa fünf bis sechs Zentimeter tief in Richtung Wirbelsäule. Wo man ganz genau drückt, ist letztlich weniger entscheidend als dass man drückt.

Auf großes Interesse stieß der richtige Einsatz des Defibrillators. Für die meisten Kursteilnehmer war es das erste Mal, dass sie mit diesem Gerät in Berührung kamen. Herrschte vor der Einweisung noch eine gewisse Unsicherheit merkte man schnell, dass der Einsatz des Gerätes gar nicht so schwierig ist wie angenommen. Abschluss der Veranstaltung war eine Feedback Runde, in der sich die Kursteilnehmer allesamt positiv über das Erlernte äußerten.

So endete der erste vom Landesverband durchgeführte Erste-Hilfe-Kurs am späten Nachmittag mit 40 zufriedenen und motivierten Ersthelfern.

Der Sonntag war bis zum Mittag ausgefüllt mit Arbeitshinweisen zur Antragstellung für Ehrungen, Abrechnung Funktionstraining und Rehasport sowie ein Bericht über den Stand des Projekts „Arbeitswelt und Rheuma.“         

U.S.                                                                                                                                                          

 

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Die Veranstaltung wurde von der GlücksSpirale sowie der IKK Classic gesponsert. Herzlichen Dank.
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