STUDIENFAHRT 2011 vom DVMB Landesverband Niedersachsen e.V.
Sonntag, den 28.08.2011
Abfahrt um 8 00 Uhr in Luhden bei Rüdiger Schmidt, dem Landesvorsitzenden. Leider konnte er dieses Mal nicht mitfahren. Mit den besten Wünschen für unsere Reise verabschiedete er uns. Der Himmel war sehr bewölkt, es war windig und kühl. Leider! Trotzdem starteten wir guter Dinge. Nachdem an weiteren Stationen noch Fahrgäste eingesammelt' wurden, begrüßte uns Hans-Joachim (gen. Jochen) Driels und stellte sich als Ansprechpartner vor. Jochen und seine Frau Eike (Gruppe Bad Nenndorf) haben diese Reise geplant und organisiert. Nicht nur die Reiseleitung war neu, es gab auch einen neuen Busfahrer. Jan Held (Sohn des Reiseunternehmers), stellte sich vor, und begrüßte uns ebenfalls. Sehr bald merkten wir, dass er ein sehr guter Fahrer und sympathischer Zeitgenosse ist. Gegen 11.30 Uhr trafen wir in Behringen an der A7 ein. Dort kamen noch die restlichen 5 Fahrgäste dazu, und wir konnten uns gemeinsam im Wintergarten des Restaurantes ,Zur grünen Eiche' an einem Frühstück stärken. Um 11.30 Uhr starteten wir mit dem Ziel Hamburg. Dort machten wir an den Landungsbrücken einen Stopp, um eine große Hafenrundfahrt zu erleben. Es gab viele Infos zum Hafen und zur Containerverladung. Ein wenig Zeit zum Anschauen des alten Elbtunnels, der 100 Jahre alt wird, blieb auch noch. Bei einem Regenschauer zum Abschluss stiegen wir in den Bus zur Weiterfahrt nach Groß-Wittensee zu unserem Hotel Schützenhof. Zum Abendessen wurden wir von der Chefin des Hauses mit einem Willkommens-Schnaps begrüßt. Sie informierte uns über die Geschichte des Betriebes, der jetzt schon in der dritten Generation besteht.
Montag, den 29.08.2011
Um 8.30 Uhr Abfahrtzeit kam unser Reiseführer Manfred dazu, der uns während der nächsten Tage immer begleitet hat. Der Himmel war grau in grau. Die Fahrt ging zunächst nach Eckernförde. Mit einer kleinen Stadtrundfahrt vermittelte uns Manfred einen positiven Eindruck dieser Stadt, die auch die Stadt der kurzen Wege genannt wird. Sie bietet einen attraktiven Stadtkern mit schöner Altstadt, einen Hafen, Kurstrand, Kurpromenade und Kurpark. Alles ist fußläufig. Weiter ging es durch die verschiedenen Landschaftsstriche Schleswig-Holsteins, durch Marsch, Geest und Hügellandschaft, die "Hüttener Berge". Manfred hatte dazu gute Erklärungen. Um 10.15 Uhr erreichten wir Friedrichsstadt, dort wo die Eider und die Treene zusammentreffen. Die Stadt wurde vom Herzog Friedrich III. v. Holstein-Gottorf gegründet. Sie wird auch Klein-Amsterdam genannt. Hier war eine Fahrt mit dem Schiff durch die Grachten geplant. Leider war das nicht möglich, weil durch die starken Regenfälle in letzter Zeit die Grachten Hochwasser führten, und die Schiffe nicht unter den Brücken durchpassten. Ersatzweise gab es eine Schiffsfahrt auf der Treene. Zum Glück konnten wir unter Deck sein, denn es regnete kräftig. Anschließend war noch Zeit für einen kleinen Imbiss und einen kurzen Bummel (jetzt sogar bei Sonnenschein) durch den Ortskern. Weiter ging die Fahrt zum Eidersperrwerk am Wesselburener Koog an der Nordsee. Das Jahrhundertbauwerk wurde 1973 eingeweiht, hat 5 Tore à 40 m breit und einen Autotunnel 236 m lang. Es hält das Hochwasser und die Gezeiten vom Eider- und Treenebereich fern. Laut Reiseführer haben sich die Gezeiten vor dem Bau des Sperrwerks bis zu 40 km landeinwärts bemerkbar gemacht. Die Begehung des Sperrwerks war sehr turbulent, denn es wehte eine steife Brise, die nicht nur die Leichtgewichte unter uns aus der Spur drückte. Wie man sieht: Diese Frau hätte fliegen können.
Weiter führte uns unsere Route über Dithmarschens Kreisstadt Heide, über die Eider bei Breiholz, ein Stück parallel zum Nord-Ostsee-Kanal entlang. Er ist mit seiner 98 km Länge, 160 m Breite und 12 m Tiefe die meist befahrene, künstliche Wasserstraße der Welt. Jährlich passieren dort etwa 40.000 Schiffe. Bei Rendsburg machten wir Halt an der Eisenbahnbrücke mit der daran hängenden Autofähre. Nach dem Passieren einiger Containerschiffe, konnten wir eine Fahrt mit der Schwebefähre über den Kanal hin und zurück erleben.
Dienstag, den 30.08.2001
Dieses war der Tag des frühen Aufstehens und somit Abfahrt um 7.15 Uhr. Ein großes Programm stand uns bevor. Wir fuhren nach Niebüll zur Autoverladung über den Hindenburgdamm zur Insel Sylt. Das Wetter war nass und 12 Grad C kühl. Zur Verladung schauerte es, und während der Überfahrt, die wir rückwärts erlebten, regnete es in Strömen. Leider war derzeit Ebbe, so dass wir nur das Watt zu sehen bekamen. Um 10.25 Uhr kamen wir in Tinnum an. Wir fuhren gen Süden über Rantum nach Hörnum. Dort wanderten wir zur Aussichtplattform, um einen Blick auf die tosende Nordsee zu werfen. Es wehte recht kräftig, aber inzwischen schien wieder mal die Sonne, wie man auf dem Gruppenfoto sehen kann. Weiter ging es zurück nach Westerland, um dort auf der Friedrichsstraße zu flanieren. Wer auf Sylt ist, muss sich dort sehen lassen. Und wieder mal ,überraschte' uns ein Regenschauer!Um 13 Uhr fuhren wir weiter gen Norden über Wennigstedt, Kampen nach List, durch die wunderschöne Dünenlandschaft. Im Lister Hafen angekommen stand natürlich ein Imbiss in der nördlichsten Fischbude bei GOSCH an. Dazu schien nun wieder passend die Sonne. Zeit blieb uns noch für das Durchstöbern von Gosch's Markthalle, bevor wir um 15.20 Uhr mit der Syltfähre zur dänischen Insel Römö übersetzten. Um 16.10 Uhr legte die Fähre in Havneby an. Zurück fuhren wir den 10 km langen Damm auf das dänische Festland, durch Süd-Jütland auf einer schnurgeraden Straße bis Tondern. Später auf der A 7 zurück nach Groß-Wittensee. Ein langer Ausflugstag mit vielen Eindrücken und Informationen war zu Ende.
Mittwoch, den 31.08.2011
Endlich ausschlafen und lange frühstücken! Um 10.00 Uhr waren wir mit dem Eigentümer der historischen Mühle ,Auguste' verabredet. Sie befindet sich nur wenige Schritte entfernt hinter dem Hotel. Herr Lemke, dessen Großvater die Mühle 1864 gekauft hatte, hat sie, so wie er uns mitteilte, mit großem persönlichem Einsatz und mit finanzieller Hilfe der Denkmalbehörde restauriert und funktionsfähig gemacht. Er wollte die Mühle für die Nachwelt erhalten. Hier wird nun hin und wieder Korn gemahlen. Um seine Unkosten für den Erhalt zu decken, nimmt er Eintritt für Führungen, vermietet den angebauten Speicherraum für Familienfeiern und den unteren Raum in der Mühle für standessamtliche Trauungen. Wie die Mühle funktioniert und was wozu dient, erläuterte uns Herr L. mit Geschichten und Anekdoten von früher. Wer sich traute, durfte anschließend über die engen Leitertreppchen die Kuppel erklimmen.
Um 13 Uhr begann gut gelaunt, trotz bewölktem Himmel, unsere Halbtagesfahrt. Zunächst gab es vom Reiseführer Manfred an einer Schautafel Erläuterungen zu HAITHABU. Haithabu war die erste mittelalterliche Stadt in Nordeuropa, Haupthandelsort und Umschlagsplatz für den Handel zwischen Skandinavien, dem Nordseeraum und dem Baltikum. Anschließend führte die Weiterfahrt an der Schlei entlang nach Schleswig. Dort stand die Besichtigung des St. Petri Doms mit dem grandiosen, aus Holz geschnitzten Altar an. Anschließend ging es zum Holm. Diese Fischersiedlung ist der älteste Stadtteil von Schleswig. Der Holm entstand um das Jahr 1000 auf einer Insel in der Schlei. Bemerkenswert ist, dass der Friedhof von den damaligen Siedlern genau in der Mitte der kleinen Inselsiedlung angeordnet wurde. Eine Pause im Hafen nutzten wir zum Verzehr eines leckeren Matjesbrötchens. Weiter fuhren wir nördlich der Schlei die Schleidörferstraße entlang durch das frühere Gebiet des nordsee-germanischen Volkes die ANGELN. Auch hierzu gab es Infos von Manfred. Unser nächstes Ziel war der Drehort der Arztpraxis der TV-Serie, 'Der Landarzt'. Nach einer Fotopause ging es weiter, bei Lindaunis über die Schlei zum Ostseebad Damp. Nach einer kurzen Fahrt durchs Kur- und Ferienzentrum fuhren wir auf der Güterstraße (so genannt, weil sie gesäumt ist von Gutsanlagen Adliger), zurück über Eckernförde nach Groß-Wittensee. Vorm Hotel verabschiedeten wir unseren Reiseleiter Manfred. Er war für uns der Reiseleiter des Jahres, wie es ihm gesagt wurde. Sehr erfreut darüber, brachte unser Lob ihn offensichtlich etwas in Verlegenheit.
Donnerstag, den 01.09.2011
Endlich Sonnenschein und blauer Himmel! 9.15 Uhr Abfahrt über Eckerförde, Schleswig, hinter Flensburg über die Grenze nach Dänemark. Wir fuhren nun auf dänischer Seite entlang der Flensburger Förde und hatten einen guten Blick auf die dänischen Ochseninseln. Die Inseln dienten im 17.-18. Jahrhundert überwiegend als Viehweide. Ein Stopp wurde bei Annies Imbissbude zum Verzehr eines Spezial-Hotdogs eingelegt. Weiter ging die Fahrt nach Flensburg. Eine Stadtrundfahrt, die uns durch das Nordertor (Wahrzeichen v. Flensburg) führte, unterlegt mit vielen Infos von Manfred, machte uns die Stadt bekannt. Ein anschließender Gang durch die Holmstraße, mit ihren vielen Einkaufsmöglichkeiten und den idyllisch-romantischen Hinterhöfen rechts und links ab, hinterließen den Eindruck: Schönes Flensburg. Um 13.15 Uhr fand eine Schiffsfahrt mit der 'Wicking' über die Flensburger Förde statt. Sie endete in Glücksburg, wo wir uns das im 16. Jahrhundert erbaute Schloss ansahen. Es ist eines der schönsten Renaissance-Wasserschlösser im Norden. Die Weiterfahrt führte uns nochmals durch das Gebiet der früheren Angeln nach Kappeln. Vom Kappelner Hafen aus bummelten wir zur Einkaufsstraße, wo das Gebäude der Stammtischkneipe aus der TV-Serie 'Der Landarzt' zu sehen ist. Am Hafen war des Weiteren auch die Schleibrücke (Klappbrücke), die von früher verbliebenen Heringsfangzäune und ein Schaufelraddampfer interessant zu sehen. Gegen 17.00 Uhr fuhren wir zu unserem Hotel zurück. Nach dem letzten Abendessen in unserem Hotel, bedankten sich alle Mitreisenden mit einem Geschenk bei Jochen und Eike für die schöne, interessante und informative Reise.Ein Dank-Gedicht wurde vorgetragen. Außerdem hatte Horst noch ein Späßchen auf Lager, das unsere Lachmuskeln recht strapazierte. Toll!
Freitag, den 02.09.2011
Nach einem (wie immer) guten Frühstück hieß es: Koffer einladen. Vorab gab Klaus uns noch eine kleine, spaßige Vorstellung. Bevor wir um 10.00 Uhr bei Sonne und blauem Himmel starteten, verabschiedete uns die Hotelchefin mit einem: Kiek mol wedder in! Die Fahrt führte über Eckernförde, Kiel und Preetz bis Plön-Fegetasche. Hier stand eine 5-Seen-Fahrt mit der 'Weißen Flotte' an. Eine Stunde später, am Anleger in Malente-Gremsmühlen angekommen, spazierten wir in die Stadt. Dort hatten wir genügend Zeit, um z.B. in der Schinkenkate einen Imbiss zu nehmen, den Kurpark anzuschauen oder durch Geschäfte zu stöbern. Um 15.00 Uhr ging es endgültig in Richtung Heimat weiter.
Fazit: Eine rundum gelungene Reise, eine angenehme Gemeinschaft mit netten Menschen! Sie hat Lust gemacht auf die Nächste. Nochmals DANKE an Eike und Jochen Driels.
Fotos und Bericht
Brigitta Jurowsky















